Pädagogischer Hintergrund: Was will das Spielmobil?
Das Wesentliche des Spielmobilkonzepts drückt sich bereits in den zentralen Defininitionselementen aus: Spiel, Mobilität und Offenheit.
Spiel:
Spielen ist entscheidend für die Entwicklung der Kinder. Im Spiel lernen sie ihre materielle und soziale Umwelt begreifen, eignen sie sich aktiv an und wachsen in sie hinein.
Das pädagogische Konzept des Spielmobils ist die Betonung des freien, aktiven, Raum und vielfältige Materialien einbeziehenden Spiels. Es beinhaltet konkretes Tun, Phantasie, Neues kennenlernen und erforschen, Kontakte aufnehmen und sich in Gruppen zurechtfinden, Konflikte austragen, eigene Erfahrungen und Interessen ausdrücken und miteinander Spaß und Freude zu haben. Es fördert Aktivität, Kreativität, Selbständigkeit, Fähigkeit zu kooperativem Handeln, soziale Aufgeschlossenheit und Kompetenz.
Mobilität:
Kinder brauchen überall da Spielräume, wo ihr Alltag stattfindet, wo sie in ihre Umwelt hineinwachsen sollen. Kinder brauchen Platz, um das ganze Spektrum an Spielmöglichkeiten wie Bewegung und Experiment, Konstruktives, Gruppenspiele, etwas Selbermachen, Gestalten, sich Ausdrücken usw. zur Verfügung zu haben. In diesem Zusammenhang bedeutet Mobilität äußere wie innere Flexibilität, d.h. die vielfältige Nutzung des städtischen oder ländlichen Raums, den planbaren Variantenreichtum sowohl inhaltlicher wie örtlicher und zeitlicher Einsätze. Das Spielmobil kommt direkt zu den Kindern, in ihre Wohn- und Lebenswelt, um ihnen vielfältige Spielmaterialien, Spielformen und Spielideen anzubieten, sie zum Mitmachen zu animieren und ihnen sowohl Raum für eigenen Ideen zu geben, als auch neue Erfahrungen zu vermitteln.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des Spielmobils ist die Offenheit:
Das Spielmobils ist angesiedelt in der offenen, außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit und versteht sich als notwendige Ergänzung bzw. Erweiterung von stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. Dabei liegt der Blickwinkel auf dem Gemeinwesen als Spiel- und Lebensraum mit dem Ziel, defizitäre Strukturen (fehlende Spielanreize, -räume, -möglichkeiten) zu verbessern.
Konkret versuchen wir Kindern Raum, Zeit, Ideen, Material und Bezugspersonen zu bieten, um Erfahrungen machen zu können, die für ihre individuelle und soziale Entwicklung wichtig sind. Der spielerische Umgang mit Themen und Materialien sowie das gemeinsame Erleben stehen im Vordergrund. Offenheit bedeutet auch, daß unsere Angebote grundsätzlich offen und zugänglich sind für alle Kinder, unabhängig von ihren Fähigkeiten, ihrer Religion und kulturellen und sozialen Zugehörigkeit.
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