Konzeption

Mit Hilfe der Sozialen Gruppenarbeit sollen Kinder mit entsprechendem Bedarf lernen:

  • sich in eine Gruppe einzubringen und/oder zurückzunehmen,
  • Regeln einzuhalten und das Gruppenleben aktiv mitzugestalten,
  • ihre sozialen Kompetenzen erkennen, bei Bedarf aufzubauen und zu stärken,
  • ihr Rollenverhalten zu hinterfragen,
  • ihr Konfliktverhalten anzuschauen, unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und  wo  nötig Konflikte adäquat auszutragen und
  • ihre Beziehungsfähigkeit zu stärken;

Durch Unterstützung bei den Hausaufgaben soll das Lernverhalten der Kinder verändert, ihre Motivation und Konzentration und ihre Kooperationsbereitschaft gestärkt werden. Da es sich um GrundschülerInnen handelt wird das Lernen altergerecht durch Rollenspiele, kreative Angebote, theaterpädagogische Impulse und erlebnispädagogische Inputs unterstützt.

ZIELE, die erreicht werden sollen sind:

  • Stabilisierung von Kindern bei Anpassungs- und Lernschwierigkeiten in der Schule
  • Integration der betroffenen Kinder und ihrer Familien ins Gemeinwesen
  • Aufbau und Förderung von sozialer Kompetenz und Abbau von Vorurteilen (unterschiedliche Nationalitäten, Religionen, soziale Lernfelder)
  • Frühzeitige Erkennung von Krisen und dadurch notwendig werdende Vernetzung von Hilfen

ELTERNARBEIT

Regelmäßig finden Gespräche mit den Familien der Kinder statt. Durch aufsuchende Elternarbeit in der vertrauten Umgebung fühlen sich einerseits vor allem Migrantenfamilien sicherer, gleichberechtigter und nehmen Beratung und Hilfe leichter an. Andererseits können wir uns so ein Bild von der Wohn- und Lebenssituation der Familie machen, lernen Geschwister und zum Teil Verwandte kennen und können dadurch eventuell notwendige Hilfen (Sprachkurse, Treffpunkte für Frauen, Wohnungssuche, Schuldenberatung,…) ressourcenorientiert erarbeiten.

Zur Elternarbeit gehört auch unser Elterncafé, zu dem die Familien der betreuten Kinder zu Kaffee und Kuchen eingeladen werden. Dieses Angebot dient zum besseren Kennenlernen und zum ungezwungenen Austausch auch der Eltern untereinander und wird sehr gerne angenommen.

GEMEINWESENORIENTIERTE ÖFFNUNG

Da man mit der Maßnahme nur wenige Kinder direkt erreichen kann, aber – bedingt durch das Einzugsgebiet – ein viel größerer Hilfebedarf besteht, soll neben den festen Gruppenterminen auch eine Öffnung für andere Kinder möglich sein. Dazu werden in regelmäßigen Abständen offene Spielangebote organisiert, zu denen Geschwister  oder Freunde der betreuten Kinder eingeladen werden. Dies trägt zur besseren Integration der Kinder bei, kann eventuelle Isolation verhindern und den Sonderstatus abbauen helfen. Gleichzeitig können dadurch aber auch die Probleme anderer erkannt und durch Gespräche mit Lehrkräften und Eltern frühzeitig angegangen werden.

ZUSAMMENARBEIT

Die SGA kooperiert – je nach Bedarf – mit der Grundschule, der Förderschule, der Sprachheilschule, den Kindergärten und der Hauptschule.

Durch einen engen Kontakt zu den Klassen- und FachlehrerInnen können schulische Probleme und Auffälligkeiten der Kinder gemeinsam erkannt, angegangen und die Kinder individuell gefördert werden. Außerdem stellen wir ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Familie dar, indem wir beispielsweise LehrerInnen zu Gesprächen und auch umgekehrt Eltern zu Schulterminen begleiten. Durch frühzeitiges Miteinbeziehen der ErzieherInnen im Kindergarten können rechtzeitig Wege gesucht werden, um die Entwicklungschancen der Kinder zu erhöhen. Ebenfalls können durch rechtzeitige Kontakte zur nachfolgenden Hauptschule Probleme der Kinder gemeinsam angegangen und konstruktive Lösungswege gesucht werden.

Diese Zielsetzung wird umgesetzt durch:

  • sozialpädagogische Beratung von LehrerInnen und Kooperation im Einzelfall
  • regelmäßige, gemeinsame Gespräche über einzelne Kinder/Familien, um eine bessere schulische Eingliederung zu ermöglichen
  • Übernahme von Vermittlungs- und Kooperationsaufgaben (Jugendamt, Beratungsstellen,..)